Nordischer Prolog · Kapitel 3

III. Der Zorn über das Unrecht

Und aus dem Anblick dieser Reiche
wuchs in manchen Herzen keine Bewunderung,
sondern Bitterkeit.

Denn wer Ehre im Spiel sucht,
erkennt schnell,
wenn Worte und Wirklichkeit nicht zusammenpassen.
Wer nach Gemeinschaft verlangt,
merkt,
wenn aus Spielern Kunden gemacht werden.
Wer an Gerechtigkeit glaubt,
spürt,
wenn ein Reich nicht auf Fairness,
sondern auf Vorteil durch Zahlung gebaut wurde.

So wurde aus Enttäuschung Zorn.
Nicht blinder Zorn,
nicht roher, zielloser Sturm,
sondern ein klarer Zorn.
Ein Zorn wie kalter Stahl.
Ein Zorn, der nicht zerstören,
sondern etwas Besseres erschaffen wollte.

Dieser Zorn war kein Ruf nach Chaos.
Er war ein Ruf nach Wahrheit.
Ein Ruf nach einem Reich,
das anders sein musste.
Ein Reich,
das standhält.
Ein Reich,
das nicht auf gekaufter Macht ruht.
Ein Reich,
das seine Seele nicht an Kristalle, Münzen oder Vorteile verkauft.

Denn was ist ein Reich wert,
wenn der Reiche stärker ist als der Treue?
Was ist ein Banner wert,
wenn es Fairness verkündet,
während es Ungleichheit schützt?
Was ist eine Halle wert,
wenn an ihren Tischen nicht Brüderlichkeit herrscht,
sondern der Wert des Geldbeutels?

Nichts.

Ein solches Reich glänzt vielleicht im ersten Licht.
Doch im Sturm zerfällt es.
Denn es wurde nicht aus Ehre gebaut,
sondern aus Gier.
Und Gier ist ein morscher Balken:
Sie trägt nur,
bis die Last zu groß wird.

So musste etwas Neues entstehen.